Ambros Chander – Nisha und die Macht der Schatten

Nach einer gefühlten Ewigkeit wird es langsam aber sicher mal wieder Zeit, eine Rezension zu veröffentlichen. Dachte ich mir zumindest so. Oder so ähnlich. Ich habe wirklich lange hin und her überlegt und mit der einen oder anderen Bloggerin noch geschrieben. Aber letztendlich musste ich mir doch ans Herz fassen und zum ersten Mal ein Buch abbrechen. Manchmal ist es einfach besser, auch wenn es mir ein bisschen leid tut.

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Klappentext:
„Es ist Zeit, zu gehen!“
Immer wieder hört Katja diesen Satz, wenn sie auf den Schatten trifft. Aufgewachsen im Kinderheim, ist ein altes, handgeschriebenes Buch ihr größter Schatz und die einzige Verbindung zu ihren Eltern. Als ihr sechzehnter Geburtstag näher rückt beginnt es:
Katja wird verfolgt, von einem Schatten. Menschen in ihrer Umgebung verunglücken, verschwinden, sterben. Auch diejenigen, die das Mädchen zu kennen glaubt, führen anscheinend ein Doppelleben.
Nicht nur die Hüter des Lichts treten in ihr Leben, sondern auch die Schattenkrieger. In ihren Träumen trifft sie auf die geheimnisvolle Nisha. Wem kann sie noch vertrauen? Am Ende muss Katja sich entscheiden – zwischen Licht und Schatten. Oder gibt es für sie doch noch einen anderen Weg?

 
Meine Meinung:
Die Autorin Ambros Chander hatte über die Socialmedia-Plattform Facebook einen Aufruf für ihren jüngsten Fantasyroman gestartet. Mittlerweile wisst ihr ja, Fantasy und ich sind immer eine gute Kombination. Vor allen Dingen auch bei diesem Klappentext. In meinen Augen hat auch das Cover zum bevorstehenden Inhalt ziemlich gut harmoniert. Mir hat es also in den Fingern gejuckt. So kam es also zustande, dass ich die liebe und sympathische Ambros Chander einfach mal angeschrieben habe. Eins kam zum anderen und als Dankeschön für mein Interesse erhielt ich ein eBook. 🙂

Gespannt fing ich an zu lesen. Das erste Drittel ist auch ziemlich schnell verschlungen gewesen. Die Worte plätscherten leicht vor sich hin. Vermutlich war auch diese Leichtigkeit mein Verhängnis. Irgendwie fehlte für mich ein bisschen das gewisse Extra. Die Autorin versucht unter anderem auch heikle Themen anzusprechen und den Leser dafür zu „sensibilisieren“. Nur leider geschieht dieses recht oberflächlich. Die Tiefe, um den Leser wirklich zu packen, hat zumindest bei mir gefehlt. Und so zieht sich dieser fehlende goldene Faden – für mich – leider weiterhin durch das Buch. So kam es leider immer häufiger vor, dass ich mich von Kapitel zu Kapitel gekämpft habe, denn ich wollte diesem Buch eine Chance geben. Ich dachte, das wird schon noch alles werden. Der Optimismus war in mir geweckt worden. Allerdings wurde ich leider in den nächsten Zeilen nicht mehr so sonderlich warm. Ich habe mich immer wieder gefragt, wie es in der Protagonistin wohl aussieht, wie sie sich fühlt. Oder wieso genau dieses jetzt an dieser Stelle erwähnt wurde. Ist es eventuell der eigenen kreativen Ader überlassen, was passiert? Und so musste ich mir leider eingestehen, dass ich es hier abbrechen muss.

Nichtsdestotrotz möchte ich das Buch keineswegs nur schlecht reden. Die Idee den Kampf zwischen Licht und Schatten neu aufleben zu lassen, in einer Person, die beides verkörpert und sich vermutlich für seinen Weg entscheiden muss, finde ich schon spannend und reizend. Keine Frage. Auch einige Charakter gefielen mir, soweit ich einen Einblick erhaschen durfte, gut. Die Geschichte hat definitiv Potential.

Auch wenn ich nicht weiß, wie die Geschichte endet und für welche Seite sich Katja entscheiden wird, würde ich sie anderen empfehlen. Vielleicht sogar auch Jüngeren. Da geht immer eine leichte Story für zwischendurch. Und wer weiß, vielleicht versuche ich mich auch nochmal daran.

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