Fitzek schreibt als Max Rhode: Die Blutschule

Mir ist gerade durch den Kopf gegangen, dass ich euch noch gar nicht von der „Blutschule“ berichtet habe.
Dieses Buch hatte ich vor ungefähr zwei Wochen schon ausgelesen. Daher wird es wirklich mal an der Zeit, euch meine Meinung mitzuteilen. Zumindest wer sie wissen will … 😉

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Klappentext:

Eine unbewohnte Insel im Storkower See
Eine Holzhütte, eingerichtet wie ein Klassenzimmer
Eine Schule mit den Fächern: Fallen stellen. Opfer jagen. Menschen töten.

Die Teenager Simon und Mark können sich keinen größeren Horror vorstellen, als aus der Metropole Berlin in die Einöde Brandenburgs zu ziehen. Das Einzige, worauf sie sich freuen, sind sechs Wochen Sommerferien, doch auch hier macht ihnen ihr Vater einen Strich durch die Rechnung. Er nimmt sie mit auf einen Ausflug zu einer ganz besonderen Schule. Gelegen mitten im Wald auf einer einsamen Insel. Mit einem grausamen Lehrplan, nach dem sonst nur in der Hölle unterrichtet wird …

 
Meine Meinung:

Ich weiß gerade gar nicht mehr so genau, wie ich überhaupt an dieses Buch gekommen war. Ich mein, es spielt natürlich auch gar keine Rolle, allerdings war das irgendwie gerade meine erste Frage, die mir durch den Kopf ging. … Ach stimmt, ich war bei einer Schnäppchenjagd von Thalia absolut eskaliert und konnte mich so absolut nicht zusammenreißen. Es dämmert wieder so langsam. 😀 – Am Rande, ich muss euch noch ausführlichst mit meinen anderen neuen Buchbabys vertraut machen, aber das folgt später. Eins nach dem anderen.

Also dieses kleine Büchlein ist während einer Thalia-Kaufrausch-Eskalation in meine Einkaufstasche gesprungen und hat es sich in meinem Bücherregal gemütlich gemacht. Auf Sebastian Fitzek hat mich damals eine sehr gute Freundin, die ich mittlerweile wieder an meiner Seite zu schätzen wissen darf, gebracht. Sie hatte seinen Debüt „Die Therapie“. Der Klappentext war so fesselnd und faszinierend für mich, sodass ich ab diesem Moment seine Werke allesamt lieben gelernt habe und sie alle haben musste. An alle haben – arbeite ich aktuell noch daran. 😀

Jedenfalls hatte ich in letzter Zeit meine Fantasyphase und dachte mir, es wäre nicht schlecht mal wieder ein paar gut geschriebene Thriller zu verschlingen. Und was würde sich an dieser Stelle nicht besser machen, als ein Werk vom Herrn Sebastian Fitzek, auch wenn er sich an dieser Stelle selber noch einmal ein Pseudonym verpasst hatte, Max Rhode. Nicht zu lang, nicht zu kurz sollte es sein. Da lagen 272 Seiten perfekt in der Mitte. Gemütlich die Beine hochlegend auf Terrassanien ging es also los.

Der Schreibstil? Wie immer. Ein fließender Fluß. Die Wörter plätschern einfach nur so dahin und eine Seite folgt der nächsten. Das Schreiben hat der Autor ganz gewiss nicht vergessen. Und so passierte es auch, dass ich mit Erschrecken feststellen musste, dass ich schon bei der Hälfte des Buches angekommen war. Doch wo war die Spannung? Es glich bisher alles einer einfachen und leichten Kost. Es hätte sich lediglich um einen Roman handeln können, von einer Familie, die gerade umgezogen ist und ihr Glück woanders sucht. Noch nichts ließ auch nur in entferntester Art und Weise auf den Titel hindeuten und ich dachte mir, dass er noch ein gutes Stück Arbeit für die letzten Seiten vor sich hat. Ich war skeptisch. Damit keine weiteren Fragen aufkommen sollten, las ich einfach weiter bis zu jener Stelle, an welcher ich das Buch am liebsten nie wieder anfassen wollen würde. Ich mein, dass er Menschen in seinen Büchern leiden lässt und sogar umbringt, daran habe ich mich mittlerweile schon gewöhnt, aber dass er ein kleines, süßes, hilfloses Wesen mit hineinzieht, da war der Spaß für mich vorbei. Nichts mehr mit Thriller und guten Autor. Nope. Der Herr hat sich ordentlich Minuspunkte eingefangen… Ja, an dieser Stelle war ich wirklich ein My… vielleicht auch ein bisschen mehr … trotzig und zickig und wollte nie wieder etwas von ihm lesen! 😀 Ich führte dann noch eine kleine Unterredung mit einer Bloggerkollegin, der Annette von Bitterblues Bücherwelt. Im Endeffekt hatte sie recht. Trotzig sein, bringt nichts. Und ich muss zugeben, ein kleines bisschen war ich auch neugierig, wie es denn nun wirklich zu Ende geht. – Immer diese verfluchte Neugierde. Schrecklich. – Jedenfalls verflog die Zeit mal wieder und das Buch war durch. Meine Neugierde gestillt. Meine Trotzigkeit verflogen. Aber irgendwie krabbelte ein anderes, seltsames Gefühl den Rücken entlang. Enttäuschung. Das Buch war leider in meinen Augen ein Flop. Die Spannung und der Nervenkitzel, die sonst bei seinen Büchern aufkommen, wurden auf wenigen Seiten zusammengepfercht. Viel zu schnell folgte eine Gewalttat der anderen, als hätte der Autor keine Lust mehr gehabt und nur noch husch-husch fertig werden wollen würde. Schade eigentlich. Ich hoffe, dieses Gefühl wird nicht im Hinterkopf bleiben, wenn ich seine anderen Werke noch lese. Wir hoffen das Beste.

Fazit: Ein leider nicht so pralles Buch von einem sonst hervorragenden Autoren.
 
 
Oder wie seht ihr das? Wer von euch hat auch „Die Blutschule“ gelesen?
Ich würde mich über eure Meinung sehr freuen. 🙂

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