Autorensteckbrief: Benne Schröder einmal unter die Lupe genommen

© Marcel Repmann [Quelle: Bastei-Lübbe, Autorensteckbrief]

 
Damit hier die Spannung nicht geklaut wird, dachte ich mir, ich arbeite ein bisschen mit Spoiler-Kasten. 😀
Wer die Antworten lesen möchte, einfach auf die Frage klicken und schon erscheint die Antwort. 😉
 

Lieblingssatz aus dem Buch:
Der völlig heruntergekommene Typ auf dem letzten Platz am Ende des Tresens, mit diesen fettigen Haaren, dem gekrümmten Rücken und den völlig ausgetretenen Schuhen war kein Landstreicher – oh nein, er war der Mann, der mich zu der Person gemacht hatte, die ich jetzt war, dieser Mann dort hinten war der Teufel – mein Vater.
Die Stelle im Buch, die am schwierigsten zu schreiben war:
Die Szene in der die Guten zu den Bösen werden und plötzlich ihr wahres Gesicht zeigen. Das musste nämlich richtig hässlich und fies werden – und ich kann leider viel besser lustig und verrückt als hässlich und gemein.
Der optimale Soundtrack zum Buch:
Keine Frage: Edwyn Collins – A Girl like you
Der perfekte Ort, um das Buch zu lesen:
In einer richtig runtergerockten Bar, in der die Farbe von den Wänden blättert. Dabei aber bitte ein sündhaft teures Abendkleid tragen.
Welchem Prominenten würden Sie Ihr Buch gern überreichen und welche Widmung stünde drin?
Meryl Streep und „Ich liebe Sie“.
Was darf beim Schreiben auf keinen Fall fehlen – abgesehen von Rechner, Schreibmaschine oder Stift?
Einige Liter Kaffee, Süßigkeiten, Taschentücher für die Heulkrämpfe und für den Notfall: Ein Schnaps!
Was ist schöner: den letzten Satz zu Ende gebracht zu haben oder das fertige Buch in den Händen zu halten?
Das fertige Buch ist das wahrscheinlich beste Gefühl der Welt. Es macht wahnsinnig glücklich. Wenn dir klar wird: Himmel, Arsch und Zwirn. DAS HABE ICH ALLES GESCHRIEBEN?!
Wer oder was hilft, wenn es mal schwierig ist, weiterzuschreiben?
Gummistiefel an und mit meinem Labrador Matti eine Stunde den Strand am Rhein entlangspazieren wirkt Wunder. Auf halber Strecke kann ich es nicht mehr erwarten wieder nach Hause zu kommen um weiterzuschreiben.
Was war zuerst da: die Story oder eine Figur aus dem Buch?
Es ist immer die Story – sie existiert mit namenlosen Figuren, denen ich dann versuche Leben einzuhauchen. Manchmal geht das ganz schnell, manchmal dauert es ewig.
Wie wichtig sind Freunde, Familie, Berater beim Schreiben?
Am Anfang ungeheuer wichtig! Ich schätze die Meinung meiner Agentin ungeheuer. Sie ist ein toller Sparringspartner. Wenn ich dann aber einmal angefangen habe, möchte ich mich verkriechen und niemand darf mir mehr etwas reinreden – bis alles fertig ist.
Lieber akkurat durchplanen oder erstmal drauflosschreiben?
Am Allerliebsten möchte ich immer sofort drauflosschreiben, mutig und ohne Angst! Noch besser wäre es, die fertige Geschichte aus dem Kopf einfach auf das Blatt werfen zu können. Aber mittlerweile weiß ich, dass ich zumindest den wichtigen Teil planen muss.
Welche Farbe hätte das Cover auf keinen Fall haben dürfen und warum?
Weiß! Hier geht es schließlich um den Teufel. Da ist schwarz doch Pflicht, oder?
Wer das Buch liest, fühlt sich nach der letzten Seite…?
Hoffentlich glücklich und zufrieden, aber auch ein bisschen aufgekratzt, weil er wissen will wie es weitergeht!

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