Bryan Smith – Rock-And-Roll-Zombies aus der Besserungsanstalt

Klappentext:

Vergewaltigung, Folter und Gehirnwäsche stehen in einer Besserungsanstalt in Southern Illinois auf dem Stundenplan. Statt Jugendliche im Auftrag bibeltreuer Eltern von ihrer Heavy-Metal-Sucht zu befreien, treiben hinter der biederen Fassade zahlreiche kranke Gestalten ihr Unwesen. Eine Direktorin etwa, deren lesbische S/M-Spielchen ständig außer Kontrolle geraten, ein Hausmeister, der sich als Totengräber verdingen muss, um hinterher die Überreste zu beseitigen, und ein Schließer, dem seine Gier nach Sex zum Verhängnis wird.

Und dann gibt sich nach einem Kometeneinschlag auch noch eine Horde mordlustiger Zombies die Ehre …
 


 

Das Cover:

Hach, ich kann mich gar nicht oft genug wiederholen. Covers und ich. Ich und Covers. Ich liebe Covers, die mich in ihren Bann ziehen. Ich bin noch immer ganz verzückt, wenn ich es betrachte. Es ist zwar kein Freude erweckendes Cover, wenn man ein Blondchen mit zwei Zöpfen und aufgeschlitztem Bauch sieht, aber irgendwie hat es was. Als ich zur #LBM den Festa-Verlag erstmals kennengelernt habe und beim Stöbern dann auf dieses Buch gestoßen bin, meinte ich schon zu Inge: „Irgendwie erinnert es mich ein bisschen an die Filme Suckerpunch und Suicide Squash.“
Natürlich muss man dann noch ein paar „Grusel-/Horroreffekte“ drüber legen und ZACK haben wir ein schönes Cover.

 
Meine Meinung:
Zur #LBM wurde ich schon von der einen oder anderen Bloggerin darauf hingewiesen, dass der Festa-Verlag ein bisschen anders ist. Aber der Verlag muss seinem Motto ja auch gerecht werden, wenn es heißt:

Festa – Wenn Lesen zur Mutprobe wird.

Zur Mutprobe ist das Buch allerdings nicht sonderlich geworden. Es war wirklich eine super Abwechselung zu den „Mainstream-Büchern“ aus meinem Regal. Es ist ein bisschen trashig und einfach anders, ohne Frage, aber dennoch keine Mutprobe. Dabei muss ich sagen, ich habe auch keine Probleme mit Zombies und dem dazugehörigen Kopfkino. 😉

Die Wortwahl:
Ich muss gestehen, der Beginn war schon ein bisschen seltsam. Man findet hier Wörter, die normalerweise sonst eher zensiert oder gar ganz aus den Büchern gestrichen werden. Aber gut, daran gewöhnt man sich schnell. Immerhin sind einem diese Worte ja nicht fremd und hin und wieder erwischt man sich selber mal dabei, diese in den Mund zu nehmen. *räusper*
Check, zwar befremdlich zu Beginn, aber vollkommen okay.

Ich mag „Rock-And-Roll-Zombies aus der Besserungsanstalt“ wirklich ziemlich gern. Je absurder es wurde, desto besser mochte ich es leiden und lesen. Ernsthaft. Ich fand es wirklich sehr gelungen. Jeder hat irgendwie durch die Ironie des Schicksales sein Fett wegbekommen. Manch einer kam durch das Massaker zwar auch unschuldig ums Leben, aber dazu sag ich jetzt einfach: Falsche Zeit, falscher Ort. Ob ich mich eigentlich darüber wundern sollte, dass ich statt schockiert oder entsetzt über ihr Umkommen eher geschmunzelt bis gelacht habe? 😀 Vielleicht lag es auch daran, dass ich inmitten der Zombie-Apokalypse und dessen Vernichtungsversuche Disturbed mit „Another way to die“ gehört habe. Es wäre zumindest eine Überlegung wert. 😀

Daher kann ich hier mit guten Gewissen sagen, dass ich den Zombies gerne ♕ ♕ ♕ ♕ (4 von 5) gebe. 🙂
Wieso das letzte Krönchen fehlt? Für meinen Geschmack hätte es ruhig noch ein bisschen bissiger sein können.
Abschließend kann ich sagen, dass es nicht mein einziges Buch von Bryan Smith aus dem Festa-Verlag bleiben wird. Wer weiß, vielleicht kralle ich mir sogar noch eines Tages eines der Bücher, welche mich vom Cover erst einmal abgeschreckt haben. Wie sagt man, erst ein mal langsam vorantasten. 😀

2 Gedanken zu „Bryan Smith – Rock-And-Roll-Zombies aus der Besserungsanstalt

  1. Hey,

    lange herantasten ist bei dem Festa Verlag wirklich nicht verkehrt 🙂 Man entdeckt aber viele tolle Bücher dort 🙂
    Ich habe deine Rezension unter meiner verlinkt, falls das nicht okay ist, sag mir bitte Bescheid 🙂

    LG Lena

    1. In nächster Zeit komm ich noch nicht wieder in den Geschmack eines Festas. Mir fehlt einfach die Zeit 😭
      Nein, das vollkommen in Ordnung und lieb von dir 🙂
      <3

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