Sybille Kolar: Lady Cardington und ihr Gärtner

Vor wenigen Minuten habe ich den ersten Teil der Cardington-Reihe nun beendet. So richtig wollen mir die Worte auch noch nicht in den Sinn kommen, damit aus meinem Word-Projekt eine Rezension entstehen kann. Aber bekannter Weise kommen die Worte mir immer erst dann in den Sinn, wenn ich einfach drauf lostippe. Wieso sollte sich also irgendwas bei mir ändern? ^^‘

ladygaertner

Meine Bewertung: ♕ ♕ ♕ (3/5 Kronen)

Klappentext:

Nach einer schmerzlichen Trennung zieht Samantha Whitfield in ein Häuschen auf einem Hügel in der Grafschaft Kent. Sie möchte alles hinter sich lassen und sich darüber klar werden, wie ihr Leben nun weiter verlaufen soll. Auf jeden Fall möchte sie eines: sich selbst finden. Doch stattdessen findet sie ganz unverhofft ihre große Liebe.
Und ebenso unerwartet verliert sie sie wieder aus den Augen. Oder erwidert dieser Mann ihre Gefühle nur nicht? Plötzlich beginnt Samanthas Leben, sich wie von Zauberhand neu zu ordnen und es erscheint ihr wie ein Märchen. Bis eine Katastrophe alles wieder infrage stellt.

Meine Meinung:

Ja, ich bin noch ziemlich fassungslos. Ich hätte niemals gedacht, dass man so viel Handlung in so wenigen Seiten festhalten könnte, ohne dass es zu gekürzt, abgedroschen oder „schnell schnell“ wirkt. Hier ein Lob an die Autorin! Und einen erneuten Dank! Danke, dass Du mich ein Teil der Cardington-Welt hast werden lassen. Und Danke, für die zweite Chance! Ich bereue es keine einzige Sekunde.

Zu Beginn hatte ich leichte Schwierigkeiten in das Buch zu finden. Vermutlich war ich es bis dato nicht gewohnt, solch ausschmückende Sätze lesen zu dürfen. An Adjektiven wird hier definitiv nicht gespart, aber irgendwie verleihen diese dem Buch seinen Charme. Dafür gibt es einen dicken, fetten Pluspunkt für den Handlungsort. England! Hach, ich liebe England. Wobei ich sagen muss, Schottland ist mir dann noch ein bisschen lieber und wäre das Wörtchen London nicht immer mal wieder gefallen, hätte ich mich träumerisch auch komplett nach Schottland versetzen lassen. Teilweise habe ich mich sogar dabei ertappt, wie ich mich innerlich fragte, „Wie jetzt London? Ist doch viel zu weit weg!“ – Tja, ja. Die gute alte Phantasie. 😀 Allerdings merke ich, ich schweife schon wieder ein bisschen ab.

Als ich mich dann einfach auf den Schreibstil eingelassen habe, war ich dem Bann unterlegen. Ich habe mich wirklich gerne auf die Reise mit Samantha und Michael begeben. Zufälle, die Liebe auf den ersten Blick, Verzweiflung, Eifersucht und selbst der Tod wird nicht ausgelassen. Manchen könnte es ein bisschen übertrieben vorkommen, so viel in so kurzer Zeit passieren zu lassen. Aber wie oft kann man das Leben wirklich beeinflussen? Wie oft hat so manch anderer schon gesagt, „Nun behalt aber mal die Pferde im Stall. Das kann doch nicht alles wirklich passiert sein?“ Aber wir sind nicht die Macher des Lebens. Wir sind nur seine Marionetten und nicht immer kann man alles so beeinflussen, wie man es möchte. Das durfte auch die liebe Samantha spüren. Erst jetzt noch eine Bürgerliche, dann eine Ladyschaft. Aber Geld und Macht ist nicht immer alles, was einen glücklich macht. Manchmal muss man seinen Weg verlassen, um sein wahres Glück und manchmal auch sich selbst zu finden.

Ich mag das Buch wirklich sehr gerne. Immer wieder habe ich mitgefiebert und wollte das ein oder andere Mal einen der Protagonisten ohrfeigen für seine egoistische und stolze Ader. Unglaublich, wirklich! Hin und wieder habe ich aber auch dich, liebe Sybille, im Stillen angefleht: „Bitte, bitte! Tu doch was dagegen!“ Und ein paar Seiten später wurde ich erhört. Ende gut, alles gut!

Ich freue mich schon darauf, die nächsten Teile zu lesen, wobei ich es wirklich nicht versprechen kann, wie zeitnah das Geschehen wird. Aber für alle die neugierig geworden sind, lest es!

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