#Rezension – Ransom Riggs – Die Insel der besonderen Kinder

Die Insel der besonderen Kinder. Kaum zu glauben, ich habe es endlich geschafft, das Buch in Ruhe zu Ende zu lesen. & noch weniger kann ich es glauben, dass meine Reise mit den besonderen Kindern schon wieder vorbei sein soll, vor allen Dingen jetzt, an diesem Punkt, wo das eigentliche Abenteuer erst anfängt. *schmoll*
Aber ich greife schon wieder zu weit voraus. Fangen wir erstmal klein an.

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Meine Bewertung: ♕ ♕ ♕ (♕) (3,5/5 Kronen)

Klappentext:

Manche Großväter lesen ihren Enkeln Märchen vor – doch was Jacob von seinem hörte, war etwas ganz, ganz anderes: Abraham erzählte ihm von einer Insel, auf der merkwürdige Kinder mit besonderen Fähigkeiten leben – und von den Monstern, die auf der Suche nach ihnen sind. Inzwischen Jacob fast erwachsen und glaubt nicht mehr an die wunderbaren Schauergeschichten. Bis zu jenem Tag, an dem sein Großvater unter mysteriösen Umständen stirbt…

Meine Meinung:

Ich bin ehrlich zu euch. Eigentlich hatte ich bis eben noch eine ganz andere Meinung zu diesem Buch, also als ich frisch ausgelesen war. Beim Rezensieren macht man sich nebenbei noch auf die Suche und durchforstet das Internet. Und wer hätte es gedacht, Ransom Riggs hat auch noch andere Bücher auf’m Markt. „Die Stadt der besonderen Kinder“ und „Die Bibliothek der besonderen Kinder“. Und wer hätte es auch gedacht, es sind die Fortsetzungen. *Kopf meets Tischplatte* Memo an mich: Erst die ursprünglichen Gedanken niederschreiben und ggfs. später noch eine Ergänzung setzen. So ein Käse. Melli, du musst professionell bleiben. Ruhe bewahren. Du verdrängst jetzt einfach die Informationen und schreibst deine eigentliche Rezension. – Ja, klar. Als wäre das jetzt noch möglich. ô.o

Okay: Versuch No.#1
… *mich selber hass*
… *Schreibblockade*

Gut, da der erste Versuch kläglich gescheitert ist, vielleicht klappt es mit Versuch No.#2

*Schreibblockade mit einem Vorschlaghammer niedermetzel*
… *teilweise selber mit dem Vorschlaghammer von der Schreibblockade verprügelt werde*
-#~*#–…~***#
*staub, qualm*
So *hust* .. ich glaube, ich habe meinen ursprünglichen Faden wieder. Aaaaalso:

– Wie würdest du damit umgehen? Du bist ein absolutes Opa-Kind. Du verehrst und vergötterst ihn. Dann kommen seine Geschichten von früher. Wer hört seinem Opa nicht gerne zu, wenn er die alten Kamellen von früher rauskramt? Ich habe es zumindest immer gerne getan. Dann wird man älter, man hinterfragt vieles. Man bildet sich seine eigene Meinung. Man fragt noch seine Eltern: „Ist das wahr? Kannst du das bestätigen?“ Aber das einzige was man als Antwort bekommt: „Ach, der alte Narr. Nichts als Humbuk. Alles nur Hingespinste. Opa wird alt. Sowas gibt es nicht.“ Und vorbei war es mit der Fantasie. Mit der Glaubhaftigkeit seines verehrten Großvaters.. Und eines Tages findest du heraus, dass du vor der bittersüßen Wahrheit stehst: Hinter jedem Märchen steckt ein Fünkchen Realität bzw. in Jacobs Fall, dass alles die Realität war und ist. Ein schmaler Grat zwischen den Verstand zu verlieren und Realität.

Fakt ist, ich mag Riggs‘ Schreibstil. Man kommt einfach und schnell hinein und man kann sich prima mit der Geschichte anfreunden. Ich vertrete auch sehr gerne die Ansicht, dass hinter jedem „Märchen“ irgendwo die Wahrheit steckt. Und dass wir nicht alleine sind. Ich finde die Welt zumindest so ein bisschen attraktiver, wenn man sich vorstellt, dass nicht alles so mürbe langweilig und eintönig ist. Vielleicht sind langweilig und eintönig die falschen Wörter dafür, aber ich glaube, man kann mir folgen, was ich zum Audruck bringen möchte. Irgendwie. Ein bisschen zumindest. ^^‘
Jedenfalls, wieso es nur 3,5 Kronen gibt, begründet sich hierin, dass -wenn man es wirklich nur als Einzelbuch betrachtet – das wirklich Spannende erst zum Schluss kommt und das nicht mehr als vielleicht ein Sechstel des Buches ausmacht. Es wird alles schnell zusammengefercht. Kabumm hier, ein bisschen Blut da. Ein Hauch Wahnsinn dazwischengepanscht und Ende. An der Stelle, wo ein Happy End sein sollte, sonnt sich ein kleiner Cliffhänger.* Anfangs kam ich noch einwenig damit zu recht, dass dies die letzte Seite sein sollte. Die spannensten Fragen wurden immerhin beantwortet. Man wird nicht im Dunklen gelassen und die Protagonisten erklären sich untereinander die Welt und somit auch dem Leser. Ein absolutes Must-Have für mich ^^… Aber so wirklich zufrieden hat mich das alles doch nicht gestellt. Keine Ahnung. Es ist schier „besonders“… Ein „besonderes Buch“ mit einer „besonderen Schreibweise“ für die „besonderen Kinder der Insel“.

*Ergänzung: Wenn ich jetzt allerdings die Tatsache miteinbeziehe, dass es noch Fortsetzungen gibt, dann kann ich mich damit auch zufrieden geben, dass die Spannung so kurz gehalten worden ist und dass es einen Cliffhänger gibt. Wie soll sonst der Autor die Neugier auf die Fortsetzungen steigern? Allerdings glaube ich, ich rede mich hier nur um Kopf und Kragen…

Zusammengefasst unter einem Strich: Ja, es war eine nette Geschichte, in der ich meiner Fantasie mal wieder Auslauf gewähren und einfach den Alltag um mich herum vergessen konnte, aber mehr als ein „Joa“ kommt nicht bei raus. Natürlich werde ich mir auch noch die Forsetzungen holen, aber ich glaube, ich freue mich zum ersten Mal mehr auf die Verfilmung eines Buches, als mir lieb ist… Einfach wegen Tim Burton <3

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